Schwerin (MeckPomm 15)

Nun wird es aber Zeit, den Ostsee-Reisebericht zu Ende zu bringen. Das Beste habe ich bis zuletzt aufgehoben. Vielleicht ist das aber auch nur mein subjektiver Eindruck.

Kanaldeckel Schwerin

Landeshauptstadt Schwerin

Wir parkten irgendwo in der Schelfstadt und wandten uns Richtung Pfaffenteich, einem künstlich angelegten Binnensee. Obwohl es leicht diesig war, machte Schwerin einen fröhlichen, lebensfrohen Eindruck.

(Alle kleinen Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.)

Es war mild und warm genug, um draußen zu sitzen. Tatsächlich hat es später ein paar Tröpfchen geregnet.

Pfaffenteich, Arsenal

Das Arsenal am Pfaffenteich, Tudorstil

Pfaffenteich

Am südlichen Ende vom Pfaffenteich

Arsenal am Pfaffenteich

Altstadt und Schelfstadt gehen ineinander über und wir ließen uns durch die Straßen und Gassen treiben. Repräsentative Bauten, in denen Ämter der Landesregierung sitzen, kleinere Häuser mit bunten Türen und nur noch wenige sozialistische Bauten bestimmen das Bild der Stadt. Rechts unten ein sehr gelungener Neubau, der Elemente der alten Backsteinarchitektur aufgreift.

Wir bestiegen einen Kirchturm und schauten über die Stadt, die so malerisch an vielen Gewässern liegt. Das macht einen großten Teil ihres Reizes aus. Von oben sah ich zum ersten Mal das ‘Märchenschloss’ (ohne Foto), ein beeindruckender Anblick.

Jetzt war erst mal Pause angesagt, um die vielen Eindrücke sacken zu lassen. Wir setzten uns auf die Terrasse des Café Röntgen am Markt und genossen erstklassiges Eis, leckere Sachertorte und Cafe Crème. Gegenüber ist die Touristeninformation im Rathaus untergebracht und man hat einen schönen Blick über den kleinen Platz.

So gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Schloss, dem Sitz des Landesparlaments von Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt malerisch auf einer Insel im See. Wir umrundeten es einmal ohne hineinzugehen und ließen einfach nur die vielen Türmchen, den Garten und den See auf uns wirken. Hier fand 2009 die Bundesgartenschau statt.

So langsam waren es nicht nur die vielen Eindrücke, sondern auch die Füße, die dringend nach Pause verlangten und so machten wir spontan etwas Ungewohntes: eine Besichtigungsrundfahrt in einem oben offenen roten Bus, an dem wir gerade vorbei kamen. Was für eine gute Entscheidung! Wir bekamen einen Überblick über die Stadt, die wir selbst so nicht hätten erfahren können. Die junge Reiseleiterin schöpfte aus dem Vollen und auch der Busfahrer, der manchmal Zentimeterarbeit leistete, trug zum Gelingen bei. Ich kann diese Tour mit dem ‘Buskontor‘ nur jedem empfehlen; hier die Strecke.

Wir ließen den Tag mit einem leckeren Essen und dem Blick auf den kleinen Yachthafen ausklingen. Schwerin ist eine Stadt, für die man sich mehr Zeit nehmen kann als einen Tag.

Yachthafen

Im letzten Beitrag gibt es noch eine kleine Nachlese an Fotos, ein paar Tipps und Links.

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Kleine Veränderungen

Das Leben ist ständigen Veränderungen unterworfen, alles, fast alles. Da ich gerade mit Computerangelegenheiten stark beschäftigt bin, haben sich zwei Änderungen am Rande ergeben:

  • Da ich mich nie wirklich an den Namen ‘Franka’ gewöhnt habe, werde ich in Zukunft wieder meinen richtigen Namen benutzen. Hoffentlich könnt IHR euch umgewöhnen.
  • Die hier benutzte E-Mail-Adresse habe ich gelöscht; die neue (alte) findet ihr am gewohnten Platz. Das hat technische Gründe, die hier unwichtig sind. Meine andere, einigen bekannte Mailadresse bleibt bestehen.
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Auf dem Darß (MeckPomm 14)

Eigentlich heißt diese Halbinselkette ‘Fischland, Darß, Zingst, denn es waren ursprünglich drei Inseln, die teils durch Verlanden, teils durch Zuschütten zusammen wuchsen. Besonders wild und urwüchsig soll es dort sein, aber zu diesem gepriesenen Bild fanden wir als Tagestouristen leider keinen Zugang. Wahrscheinlich muss man ein bisschen länger verweilen, um die Schönheiten der Inselkette per Fahrrad oder zu Fuß zu erkunden.

Wenn man die schmalste Stelle passiert hat, ist Wustrow der erste und auch größte Ort, der bis in slawische Zeiten zurück geht. Wir parkten an der ehemaligen, inzwischen verfallenden Seefahrtsschule von 1846 (Wiki), die erst 1992 geschlossen wurde (ein ‘lost place’) und machten uns auf den Weg zum Meer, zur Seebrücke am allerfeinsten Sandstrand.

Seefahrtsschule Wustrow

Von der Seebrücke aus Richtung Ortsmitte trifft man auf viele bunte Häuschen, einige von ihnen ‘Kapitänshäuser’, wo sich diese nach ihrem Dienst zur Ruhe setzten.

Blaues Haus in Wustrow

Den Turm der Backsteinkirche von 1873 kann man besteigen und über den Bodden gucken. Früher hielt man hier Ausschau nach ankommenden Schiffen.

Wustrow

Als nächstes hielten wir in Arenshoop an, dem Künstlerort mit dem feinen, weißen Sandstrand, an dem die DRLG die Badegäste im Auge behält.

Rote Wäsche

Reetgedeckte Fischerkaten und Kapitänshäuser machen diese ehemalige Künstlerkolonie zu etwas besonders Idyllischem, leider aber auch zur touristischen Attraktion.

- Fotos durch Anklicken vergrößern -

Eine schöne kleine Wanderung führt von dort an der Steilküste entlang, einem aktiven Kliff, nach Wustrow und am Strand entlang zurück oder umgekehrt.

Häuser gibt’s! Wer wohnte nicht gerne mit Blick auf die Ostsee? Wie es dort wohl im Winter sein mag?

- Fotos durch Anklicken vergrößern -

Nach so viel Meer schauen wir uns noch Schwerin an und dann geht’s nach Hause …

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