Von Hatzenport nach Kattenes

Nach Münstermaifeld und einem kurzen Blick auf das Bergkirchlein von Hatzenport begannen wir unsere ‘selbst gestrickte’ Wanderung nach Karte durch die Weinberge der Terrassenmosel, über den Rand des Maifeldes und die Wälder oberhalb von Löf und Kattenes, manchmal ein wenig beschwerlich, fast schon zu heiß. Doch ist ein solcher Blick nicht Belohnung genug?

Blick auf Hatzenport

Ein sehr abwechslungsreicher Weg führte uns hoch auf den Rand des Maifeldes, mal beschattet, mal durch brütende Hitze im Weinberg, teils felsig, teil fein geschottert. Teilweise befanden wir uns auf den ausgeschilderten Wegen des Moselsteiges und einem der herrlichen ‘Traumpfade’ mit Kletterei auf Leitern – wir nicht ;-) (Linktipps ganz zum Schluss).

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Unterwegs habe ich es bereut, meine alten Trekkingschuhe zu tragen und nicht die Wanderschuhe, die mehr Trittsicherheit bieten. Gerutscht bin ich nicht, aber es war schon ein Grund zum Aufatmen, als wir endlich auf der Höhe standen, am Rande des Maifeldes mit seinen weiten Getreidefeldern und dem Blick über die Mosel zum Hunsrück.

Unser Weg ging weiter durch Wiesen und Felder; kurz vor Kergeshöfe bogen wir rechts ab, gingen an der im Wald versteckten Kapelle vorbei und wieder nach rechts, Richtung Burgenblick, zuerst durch ein Bachtal mit Kreuzwegstationen, dann wieder links auf den Höhen entlang oberhalb von Löf Richtung Kattenes.

Moselblick

Unten angekommen, ist nur der Blick auf Burg Thurant erwähnens- und sehenswert. Mit der Bahn ging es zurück nach Hatzenport.

Blick auf Burg Thurant

- Offizielle Seite des Moselsteigs -

- Der Moselsteig im Wanderatlas -

- Der neue Moselsteig auf ‘Traumsteige‘ -

- Der Hatzenporter Laysteig -

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Hatzenport

Von Münstermaifeld fuhren wir herunter nach Hatzenport, einem Weindorf an der Mosel. Man kann natürlich auch 6 km zu Fuß durch das Schrumpftal an ganz vielen Mühlen vorbei gehen (s. hier). Am Bahnhof lässt sich gut parken, besonders im Hinblick darauf, dass man keine Rundwanderung machen muss, sondern mit der Bahn zurück kommen kann.

Schon von weitem zieht das malerisch in den Weinbergterrassen gelegene Kirchlein St. Johannes den Blick auf sich. Wir überqueren die Fußgänger-Eisenbahnbrücke und stehen nach ein paar Stufen in einem liebevoll angelegten Kräutergarten, wo es summt und brummt und duftet. Eine gefasste Quelle plätschert munter vor sich hin (s. Foto unten) und der Blick auf Hatzenport und die Mosel ist so schön, dass man am liebsten träumend oben sitzen bleiben möchte.

Kirche im Weinberg

St. Johannes in den Weinbergen von Hatzenport

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Aber wir stehen erst am Anfang unserer kleinen Wanderung. Durch dieses steinerne Tor verlassen wir St. Johannes und steigen rechts die Treppen hoch, die auf einen steinigen Weg führen, zum Glück noch im Schatten.

Torbogen

- Hatzenport im Mosel-Reiseführer -

Los geht’s, von Hatzenport nach Kattenes (Fortsetzung folgt)

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Münstermaifeld

Uns war nach einer kleinen Moselwanderung – das war Anfang Juli, als der Sommer noch angenehm und nicht zu heiß war. Doch zuerst wollten wir uns ein relativ verschlafenes Örtchen inmitten des ‘Maifeldes’ angucken, dieser äußerst fruchtbaren Hochebene am östlichen Eifelrand: Münstermaifeld.

Seltsamerweise schließt man vom jetzigen Eindruck auf Bedeutungslosigkeit, aber dem war nicht so. Hier war in der Antike eine römische Garnison stationiert und möglicherweise wurde dort ‘Caligula’ geboren, Agrippinas Bruder, der mal kurz Kaiser sein durfte ;-)

Schon von weitem sieht man einen eigenartigen festungsähnlichen ‘Turm’. Es ist das Westwerk der Kirche St. Martinus und St. Severus, der tatsächlich als Wachturm genutzt wurde. Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert auf einem noch älteren Vorgängerbau errichtet und um 1400 fertiggestellt. Sie ist bis heute nur wenig verändert.

St. Martinus und St. Severus

Westwerk von St. Martinus und St. Severus, Münstermaifeld

Hier predigte einst Nicolaus Cusanus, ein Universalgelehrter des Mittelalters. Bekannt ist der Münstermaifelder Goldaltar, der um 1520 in Antwerpen erschaffen wurde. Die über und über vergoldeten Figuren stellen keine Massenware dar, sondern sind von besonderer Qualität (ein Foto hier).

Langsam erwacht Münstermaifeld aus seinem Dornröschenschlaf. Rund um den Kirchplatz wurden viele Häuser wunderschön renoviert. Aber es bleibt noch einiges zu tun. Einige Impressionen (‘klick’ macht groß):

- Eine kleine Karte mit Informationen zur Kirche hier -

- Bau- und Kunstgeschichte -

Sedum auf Mauer

- Und jetzt geht’s hinunter an die Mosel nach Hatzenport -

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